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Q&A: Wichtige Fragen & Antworten

Grundbildung Kaufmann/Kauffrau Bank

1. Wie wird der Auszubildende betreut?

Während der Lehrzeit wird der Auszubildende am Arbeitsplatz von Praxisausbildern betreut und begleitet. Der jeweilige Praxisausbilder führt den Lernenden in die neue Abteilung und das Team ein, instruiert neue Aufgaben, bildet aus, betreut und beurteilt die Lernleistungen am Arbeitsplatz. Darüber hinaus steht dem Auszubildenden während der ganzen Lehrzeit ein Personalverantwortlicher für sämtliche Probleme und Fragen zur Verfügung. Auch bei der überbetrieblichen Ausbildung (beispielsweise am CYP) wird der Lernende durch mehrere Trainer und Coaches betreut und begleitet.

2. Welche Zukunftschancen hat die Banklehre?

Die Banken bilden eine tragende Säule der Schweizer Wirtschaft. So ist in der Schweiz von 1992 bis 2007 der Anteil der Wertschöpfung des Bankensystems am Volkseinkommen von 6% auf fast 10% angestiegen. Von den durchschnittlich 1,7% Wachstum, welches die Schweizer Volkswirtschaft in diesen 15 Jahren erzielt hat, stammte damit mehr als ein Fünftel direkt von den Banken. Die Wertschöpfung innerhalb des Bankensektors entfällt zu rund 40% auf das Private Banking (Betreuung für meist vermögende Privatkunden) und zu rund einem Drittel auf das Retailgeschäft (standardisiertes Privatkundengeschäft). 

Auch wenn damit zu rechnen ist, dass das Wachstum der Branche in Zukunft nicht mehr so hoch sein wird wie in den vergangenen Jahren, so ist doch klar, dass für die Banken als wissensbasierte und wissensintensive Dienstleistungsbranche gut ausgebildete, motivierte und gewissenhafte Mitarbeiter auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen werden. Entsprechend unternehmen Banken grosse Anstrengungen, ihre Mitarbeiter laufend weiterzubilden, um deren Arbeits- und Marktfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Die durchschnittliche Partizipationsquote der Bankmitarbeiter an der beruflichen Weiterbildung auf Tertiärstufe (dazu zählen beispielsweise die Höhere Fachschule für Bank und Finanz HFBF oder der Besuch einer Fachhochschule) ist höher als jene aller anderen Branchen.

Fazit: Banken bieten Absolventen einer Grundbildung, welche die Bereitschaft mitbringen, Überdurchschnittliches zu leisten und sich laufend weiterzubilden, weiterhin intakte Zukunfts- und Karrieremöglichkeiten.

3. Bei welcher Bank(engruppe) soll ich mich am besten bewerben?

Die Bankgrundbildung basiert neben der schulischen Ausbildung auf Praxiseinsätzen. Darunter versteht man die bankspezifische Praxisausbildung, also das Erlernen der Funktionen und Abläufe in den verschiedenen Abteilungen einer Bank. 

Die Palette der möglichen Praxiseinsätze hängt vom Schwerpunkt der jeweils ausbildenden Bank ab. Zentral ist dabei das Kerngeschäft des Bankwesens, also beispielsweise Basisdienstleistungen (wie der Schalter) und Zahlungsverkehr, das Anlagekundengeschäft und das Kreditgeschäft. In der Ausbildung unterscheiden sich die verschiedenen Bankentypen dadurch, dass bei kleineren Banken die Ausbildung grösstenteils in einer Filiale stattfindet und bei grösseren Instituten in verschiedenen Geschäftsstellen. So oder so werden in der Ausbildung speziell jene Kompetenzen gelernt und geübt, die in der täglichen Bankpraxis benötigt werden. 

Die bankfachliche Ausbildung basiert inhaltlich bei allen ausbildenden Banken auf den gleichen Grundlagen. Die im Modelllehrgang Bank (für die kaufmännische Lehre) enthaltenen Vorgaben und Leistungsziele werden von allen Ausbildungsinstituten - unabhängig der Bankengruppenzugehörigkeit - einheitlich umgesetzt.

4. Es gibt die kaufmännische Grundbildung mit oder ohne Berufsmaturität. Welches ist der Unterschied?

Absolventen einer Grundbildung ohne Berufsmaturität verbringen 1-2 Schultage pro Woche (variiert je nach Lehrjahr und Berufsfachschule) an der Berufsfachschule.

Absolventen einer Grundbildung mit Berufsmaturität erhalten mehr Unterricht in den allgemein bildenden Fächern an der Berufsfachschule. Sie besuchen diese während allen Lehrjahren zwei Tage pro Woche. Entsprechend wird mehr an intellektueller Leistung und Hausaufgaben gefordert. Der Abschluss umfasst nebst dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis Kaufmann/Kauffrau Bank auch noch ein Berufsmaturitätszeugnis. Eine Berufsmaturität ermöglicht den prüfungsfreien Zugang an eine Fachhochschule.

Für Absolventen der kaufmännischen Grundbildung ohne Berufsmaturität besteht die Möglichkeit, diese im Anschluss an ihre Ausbildung nachzuholen bzw. mit der HFBF ebenfalls einen höheren Fachabschluss zu erreichen.

5. Welche Voraussetzungen muss ein Auszubildender für die Banklehre erfüllen?

  • guter Schulabschluss der höchsten Volksschulstufe
  • Motivation und Interesse fürs Bankwesen
  • Freude an Beratung und am Kundenkontakt
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • logisches und analytisches Denkvermögen
  • gutes Zahlenverständnis und Spass am Arbeiten mit dem Computer
  • exakte Arbeitsweise und Verantwortungsbewusstsein

6. Wie oft geht der Lernende zur Schule?


Ergänzend zur praktischen Ausbildung besucht der Lernende während 1 bis 2 Tagen pro Woche den Fach- und allgemeinbildenden Unterricht an der Berufsfachschule (KV). Bei einem Absolventen des Bankeinstiegs für Mittelschulabsolventen entfällt dieser Teil.

Das bankfachliche Grundwissen erlernen alle Absolventen einer Grundbildung i.d.R. am Center for Young Professionals in Banking (CYP), wo sie auch Auszubildende von anderen Banken treffen und sich mit ihnen austauschen können. Zusätzlich werden in internen Ausbildungsmodulen der jeweiligen Banken unternehmensspezifische Fach- und Persönlichkeitskompetenzen vermittelt.


7. Welche Anschlussmöglichkeiten nach einer Grundbildung Bank gibt es?


Nach Abschluss der Grundbildung bei einer Bank verfügen die jungen Bankmitarbeitenden über ein fundiertes bankfachliches Grundwissen, das ihnen erlaubt, den Beruf auszuüben. Die erfolgreich abgeschlossene Grundbildung bildet einen ersten Laufbahnschritt im Hinblick auf weitere Aus- und Weiterbildungen. Für die erfolgreiche Ausübung des Berufs werden mehr und mehr spezialisierte Fachkenntnisse benötigt. Nach der abgeschlossenen Grundbildung und einiger Zeit praktischer Berufserfahrung besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung bzw. eine Spezialisierung in Angriff zu nehmen und dadurch sein Wissen und Können weiter auszubauen und zu vertiefen. Attraktive Anschlussmöglichkeiten sind der Besuch der Höheren Fachschule für Bank und Finanz HFBF oder der Besuch einer Fachhochschule, beispielsweise der Studiengang Betriebsökonomie mit Vertiefungsrichtung Banking + Finance.

8. Welche praktischen Einsätze erwarten den Auszubildenden?

Die Auszubildenden werden während ihrer Grundbildungszeit an verschiedenen Orten und Bereichen in der Bank eingesetzt. Diese sogenannten Praxiseinsätze dienen der Ausbildung am Arbeitsplatz. Der Lernende wird dabei stets von erfahrenen Praxisausbildern betreut und unterstützt.

Lernende durchlaufen während der Ausbildung in der Regel sechs halbjährige Praxiseinsätze. Dabei lernt der Lernende durch praktische Arbeiten verschiedene Abteilungen der Bank kennen und verstehen, wie z.B. die Privatkundenberatung, das Anlagegeschäft oder den Geschäfts- und Firmenkundenbereich.

9. Wie und wo bewerben?


Gute Voraussetzungen für eine Bewerbung bei einer Bank sind ansprechende schulische Leistungen sowie Interesse am Banking. Die Bewerbung (Online-Bewerbung oder Bewerbung per Post) verläuft je nach Bank unterschiedlich. Dossiers für eine Lehrstelle oder den Bildungsgang Bankeinstieg für Mittelschulabsolventen nehmen die ausbildenden Banken direkt entgegen.

Alle Fragen und Antworten auch hier als PDF.